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Burkhardt Rokahr – Ein Künstler
in Wolfenbüttel
„Kunst ist des Menschen Natur, sein
Überlebensmittel schlechthin, darum Sinn und Zweck seines
Lebens; was aber ist Kunst? Sie ist die Erfindung, nicht Kreation,
der Mensch ist Erfinder, nicht Schöpfer – das Schöpferische
sollten wir endlich dem Göttlichen überlassen.“
Typische Sätze des Künstlers
Burkhardt Rokahr; sie erregen den Widerspruch – und genau darauf
kommt es an, wenn man mit ihm über seine Werke spricht, ihnen
näher kommen will. Der Künstler, 1947 in Celle geboren,
lebt seit 30 Jahren in seiner Wahlheimat Wolfenbüttel.Seit 1966 zeigt Rokahr seine Werke in zahlreichen regionalen, überregionalen und internationalen (Schweden, Dänemark, Belgien, Amerika) Kunstvereinen, Kunstmuseen und Galerien. Seine Stoff- und Papiermontagen, Mischungen von Malerei, Relief und Vollplastik, zeigen sein experimentelles Verwirklichen des gestalterisch Möglichen, sozusagen andere Dimensionen des Sehens als Mittel des Insichschauens, des Besinnens. Der Künstler bildet also nichts ab und spiegelt nichts wider; die Werke dienen ausschließlich der Wendung des Betrachters auf sich, und seinen Phantasien. Hier scheiden sich die Geister, „entweder werden darum meine Werke, gerade auch meine Installationen, abgelehnt oder innigst gemocht“. Dieses Pro und Contra, die direkte Diskussion mit dem Publikum über Sinn und Zweck, den alltäglichen Nutzen von Kunst vor den Werken, das gemeinsame Nachdenken über Kunst also, muss sein; die Lesungen aus seinen Schriften zum Kunst- und Bildbegriff zeugen davon. „...das direkte Gespräch über die unterschiedlichen Meinungen der Menschen vor meinen Werken ist für meine Kunst deshalb entscheidend, weil es mit im Kern um die Aktivierung und das Kennenlernen der Vorstellungen geht, die dann in einem passieren, wenn man sich auf etwas einlässt, das zuerst unbekannt erscheint und darum Widerstand bietet, nicht sogleich verstanden wird.“ Wolfenbütteler Schaufenster,
3.7.2003
Kurzvita:
Designstudium an der Fachhochschule Hannover
Studium der freien Malerei an der Staatlichen Hochschule für Bildende Künste, Braunschweig, Meisterschüler bei Peter Voigt Studium der Kunstgeschichte und Philosophie, Technische Universität Braunschweig
bei Gosebruch, Glockner, Scheier ![]() Kunsttheoretische Schriften des Künstlers „Briefe aus dem Labyrinth“ (unveröffentlicht): Das Eigene Das Eigene und das Bild Das Eigene und die Kunst Aphorismen Texte über die Werke von Burkhardt Rokahr schrieben: Dr. Jürgen Schilling, ehemaliger Kustos des Kunstvereins Braunschweig; ehemaliger Direktor der Villa Massimo, Rom Dr. H. Henning Grote, Kunsthistoriker, Wolfenbüttel Dr. Arne Zerbst, Philosophiehistoriker, Braunschweig Marianne Winter, Kunstkritikerin, Wolfenbüttel Alexander Huber, Journalist Kristina Tieke, Jornalistin ![]() |