Kommentar zu "Phönix II"


"Er ist nicht der Mann mit der leichten Schulter und nicht der schmunzelnde, augenzwinkernde Künstler, der sich sein Brot auch mit Cartoons oder dadaistischen Liebenswürdigkeiten verdienen könnte. Burkhardt Rokahr, der Gebildebauer aus Wolfenbüttel, nimmt die Kunst ernst. Alles, was er formt, läßt die Heftigkeit und das persönliche Engagement spüren, mit dem er dem Material zuleibe rückt. Was er zusammenbringt, sind Alttextilien, Fundstücke aus Holz oder Metall. Er schnürt, bindet, spannt und nagelt sie zu Körpern, die ihre eigene Geschichte demonstrieren und in Verbindung mit einer transformierten Gestalt neue Assoziationen wecken.

Rokahr, der sich im Atelier wie ein Einsiedler auf das Ausformen seiner Vorstellungen und den Eigencharakter des Materials konzentriert, sucht andererseits die Konfrontation mit dem Publikum. Erst durch den Betrachter, der mit eigenen Vorstellungen auf die Werke zugeht, sie mit seinen Erfahrungen sieht, erhalten sie ihre eigentliche Bestimmung."

Marianne Winter

  

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©  Burkhardt Rokahr